Offshore Firmengründung

Die Offshore-Welt wächst. Mehr als die Hälfte, schätzungsweise zwei Drittel des Welthandels fließt dem Papier nach durch sogenannte Steueroasen.
Nach vorsichtigen Angaben wächst die Anzahl der Offshore registrierten Unternehmen jährlich um 10-15%.

Was ist eine Offshore-Gesellschaft?
Eine Offshore-Gesellschaft ist eine juristische Einheit, die im Handelsregister eines bestimmten Landes oder Bezirks eingetragen ist, ihre Geschäfte jedoch außerhalb dieses Landes oder der Gerichtsbarkeit durchführt. Die gesetzliche Form der Offshore-Gesellschaften lautet “International Business Company” (IBC)
Die eigentliche Definition von IBC beschreibt eine Gesellschaft, die sich ausschließlich auf internationale Geschäftstätigkeiten konzentriert. Diese Gesellschaftsform ist weltweit als Hilfsmittel bei der Abgabenplanung wie auch zum Schutz des Vermögens anerkannt. Jeder Steuerhafen im Ausland verfügt über seine eigene Anpassung der IBC Vorschriften.

Begünstigt durch die europäische Finanzkrise gilt eine Offshorefirma immer öfter als ideale Firmenstruktur, sie ist schnell und einfach zu gründen, sie ist kostengünstig, frei von jeglicher Bürokratie – die Aufwendungen für Buchhaltung, Bilanzierung, Steuerberatung, Jahresabschluß etc entfallen. Eine Offshorefirma besticht durch Einfachheit und Flexibilität und ist somit für nahezu jede Unternehmensart interessant. Bei Ihrer Überlegung zur Gründung einer Offshore Company sollten Sie grundlegende Begriffsbestimmungen des internationalen Steuerrechts kennen, damit eine Firmengründung im Ausland nicht zur Steuerfalle wird und um die Annahme der rechtswidrigen Zwischengesellschaft zu verhindern. Durch eine entsprechende Gestaltung Ihrer IBC im geplanten Sitzstaat können Sie dem Verdacht einer rechtswidrigen Zwischengesellschaft vorbeugen:
-ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb(Büro und Mietvertrag)
-eine nachweisbare geschäftliche Oberleitung (angestellter Direktor im Sitzstaat),
-das Vorliegen wirtschaftlicher Gründe und die nachweisbaren geschäftlichen Aktivitäten.

Die Vorteile einer Offshore Gesellschaft sind in erster Linie die Steuerentlastung sowie
die Anonymität der persönlichen Details der Eigentümer, Direktoren, Sekretäre und Aktionäre. Das Gesetz verbietet es, Informationen zu den an der IBC beteiligten Personen zu recherchieren.
Mit einer IBC genießen Sie den weiteren Vorteil, nur minimale Bedingungen erfüllen zu müssen. So können Gesellschaftsversammlungen einer IBC überall auf der Welt gehalten werden – nicht unbedingt in der Gerichtsbarkeit, wo die IBC registriert ist. Außerdem ist die Anwesenheit der Teilnehmer während Versammlungen nicht erforderlich, da Versammlungen über das Telefon bzw. Internet gehalten werden können. Dies spart Zeit und Reisekosten. Für IBCs sind auch Jahresversammlungen (annual General Meetings) nicht erforderlich. Sie haben mit einer IBC vielfältige Investitionsmöglichkeiten und können fast alle Geschäftsarten ausüben. Es müssen keine Jahresergebnisse eingereicht werden!

Vorraussetzungen für die Gründung einer Offshore-Gesellschaft
In der Regel gibt es keine Vorschriften für ein Mindestkapital einer Offshore Firma. Die Eigentümer der Gesellschaft entscheiden frei über die Höhe des genehmigten Kapitals, was in den Gründungsdokumenten verankert wird. Es gibt keine gesetzlichen Fristen, wann das genehmigte Kapital eingezahlt werden muss – hierüber entscheiden allein und ausschließlich die Aktionäre. Die Aktien der Offshore Gesellschaft können, bis auf wenige Ausnahmen, in jeder beliebigen Währung ausgestellt werden.

Mindestens eine Person muss als Geschäftsführer bei der Gründung im Handelsregister eingetragen werden. Dieser kann auch als einziger Aktionär fungieren. Es besteht keine Pflicht, einen Sekretär einzutragen. Dies bedeutet, dass auch eine Einzelperson eine Offshore-IBC problemlos gründen kann.
Zur Betriebsstätte gibt es lediglich die gesetzliche Vorschrift, eine “minimale Präsenz vor Ort” im Land zu haben was bedeutet, einen Firmensitz „Registered Office“ und einen “Registered Agent” vor Ort müssen vorgewiesen werden. Wir empfehlen jedoch einen substanziellen Geschäftssitz mit virtuellem Office oder Büro, Annahme und Weiterleitung von Postsendungen, Telefon- und Faxservice.

Die klassischen Offshore Standorte sind die British Virgin-Islands(BVI), die Seychellen und Belize. Diese haben den Vorteil, dass sie zum British Commonwealth gehören bzw. gehört haben, was eine Sicherheit in der Gesetzgebung als auch eine politische Stabilität bedeutet. Außerdem sprechen eine unkomplizierte Gründung und niedrige Gründungsgebühren für diese Länder.
In Bezug auf Handel und Aufteilung des Umsatzes haben Sie mit einer Offshore Gesellschaft außerdem die Möglichkeit Verträge mit einer englischen, zypriotischen oder maltesischen Limited-Gesellschaft abzuschließen, was Ihnen ermöglicht, die Steuern der EU- Gesellschaft auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

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